Ein Aufruf für die Zukunft: Bergstadt Schneeberg sucht dringend einen Kinderarzt

Die medizinische Versorgung unserer Kleinsten ist das Fundament einer familienfreundlichen Region. In der Bergstadt Schneeberg steht dieses Fundament aktuell auf dem Spiel. Die Stadt wendet sich nun mit einem dringenden Aufruf an die Öffentlichkeit, um eine drohende Unterversorgung abzuwenden und eine einmalige Chance für engagierte Mediziner zu bieten. Der MDR SACHSENSPIEGEL hat auch darüber berichtet:

Es ist ein Thema, das Bürgermeister Ingo Seifert nicht mehr loslässt: In Schneeberg steht die kinderärztliche Versorgung vor dem Aus. Mit Dipl.-Med. Kathrin Baumann praktiziert derzeit noch eine einzige, hochengagierte Kinderärztin vor Ort. Spätestens Ende 2026 wird sie ihre Praxis aus Altersgründen abgeben, doch eine Nachfolge fehlt bislang.

Für junge Familien bedeutet das eine düstere Perspektive: lange Anfahrtswege, volle Wartezimmer in Nachbarstädten und fehlende Sicherheit, wenn schnelle Hilfe gefragt ist. Die Stadtverwaltung hat erkannt, dass dies ein herber Einschnitt in die Lebensqualität und Zukunftsfähigkeit der Region wäre.

Mehr als nur ein Job: Eine Praxisübernahme mit Perspektive

Aus diesem drängenden Problem erwächst jedoch eine außergewöhnliche berufliche Möglichkeit. Die Stadt sucht eine Kinderärztin oder einen Kinderarzt mit Herz und Mut, um diese Lücke zu füllen. Schneeberg bietet dafür nicht nur den enormen Bedarf, sondern hochattraktive Rahmenbedingungen:

  • Nahtlose Übergabe: Es wartet eine etablierte Praxis, die übernommen werden kann.
  • Aktives Mentoring: Frau Dipl.-Med. Baumann ist bereit, den Übergang aktiv zu begleiten, Nachfolger persönlich einzuarbeiten und für eine Zeit lang gemeinsam zu praktizieren.
  • Modernste Räumlichkeiten: Es winken Perspektiven in einem neu entstehenden Gesundheitszentrum. Die Räume sind modern ausgestattet, individuell gestaltbar und werden zu sehr günstigen Konditionen angeboten.
  • Flexible Arbeitsmodelle: Wer nicht sofort gründen möchte, hat die Option einer Festanstellung im MVZ der Poliklinik Chemnitz gGmbH.
  • Volle Rückendeckung: Die Stadtverwaltung sichert unbürokratische, engagierte und verlässliche Unterstützung zu.

Leben und Arbeiten im Erzgebirge: Willkommen in der Gemeinschaft

Warum sich der Schritt nach Schneeberg auch privat lohnt? Die Bergstadt bietet weitaus mehr, als man auf den ersten Blick vielleicht vermutet.

Kurze Wege, bezahlbarer Wohnraum und attraktive Grundstücke machen die Region besonders für junge Familien interessant. Mit einer guten Verkehrsanbindung, Schulen und Kitas direkt vor Ort sowie der Natur unmittelbar vor der Haustür stimmt hier die Work-Life-Balance. Vor allem aber besticht Schneeberg durch seinen Zusammenhalt: Hier kennen sich die Menschen noch, man wird dringend gebraucht und als wichtiger Teil der Gemeinschaft geschätzt.

Jetzt die Zukunft gestalten!

Dieser emotionale Aufruf stammt nicht nur vom Bürgermeister, sondern auch von einer betroffenen jungen Familie und der scheidenden Ärztin selbst, die ihr Lebenswerk in gute Hände übergeben möchte. Schneeberg steht an einem Wendepunkt und sucht jemanden, der bereit ist, diesen aktiv mitzugestalten.

Fühlen Sie sich angesprochen oder kennen Sie jemanden, der genau diese Herausforderung sucht? Dann melden Sie sich jetzt bei der Stadtverwaltung!

Kontakt für Interessenten:
Amelie Müller (Öffentlichkeitsarbeit)
Telefon: 03772 356-203
E-Mail: oeffentlichkeitsarbeit(ät)schneeberg.de

Meilenstein für die Kindergesundheit: Weiterbildungsverbund „Pädiatrie Südwestsachsen“ startet durch

Die medizinische Versorgung unserer Kinder ist ein hohes Gut. Um sicherzustellen, dass Eltern auch in Zukunft schnell und zuverlässig einen Kinderarzt in ihrer Nähe finden, ist in Südwestsachsen ein zukunftsweisendes Projekt gestartet: Der Weiterbildungsverbund (WBV) „Pädiatrie Südwestsachsen“.

In vielen Teilen Sachsens, besonders im ländlichen Raum, wird es für Praxen immer schwieriger, Nachfolger zu finden. Der Fachkräftemangel in der Kinder- und Jugendmedizin ist kein Geheimnis mehr. Doch statt abzuwarten, haben Akteure aus Klinik und Praxis nun eine Allianz geschmiedet, um die pädiatrische Versorgung in Regionen wie dem Erzgebirge und Mittelsachsen langfristig zu sichern.

Gemeinsam gegen den Fachkräftemangel: Warum dieser Verbund so wichtig ist

Der Landesausschuss der Ärzte und Krankenkassen hat es schwarz auf weiß belegt: In Gebieten wie Aue-Schwarzenberg, Freiberg, Mittweida, Stollberg und dem Mittleren Erzgebirge droht eine Unterversorgung, in Oelsnitz besteht zusätzlicher Versorgungsbedarf. Wenn erfahrene Kinderärzte in den Ruhestand gehen, bleiben die Praxistüren oft für immer geschlossen – ein Problem für junge Familien.

Hier setzt der neue WBV an. Durch den Zusammenschluss von regionalen Kliniken, niedergelassenen Kinderärztinnen und Kinderärzten sowie der Gesundheitsregion Südwestsachsen wird die Ausbildung junger Fachärzte auf eine völlig neue Ebene gehoben.

Facharztweiterbildung neu gedacht: Die Verzahnung von Klinik und Praxis

Was macht den Weiterbildungsverbund für Pädiatrie in Südwestsachsen so attraktiv für angehende Mediziner? Der Schlüssel liegt in der sektorenübergreifenden Kooperation.

Normalerweise müssen junge Ärzte in Weiterbildung ihre Rotationen (Klinik und ambulante Praxis) oft mühsam selbst koordinieren. Der WBV baut aktuell folgende Leistungen auf:

  • Strukturierte Rotationspläne: Die gesamte Facharztweiterbildung zum Kinderarzt kann in der Region geplant werden.
  • Sicherheit & Perspektive: Junge Mediziner wissen von Anfang an, wie ihr Weg zum Facharzt aussieht.
  • Enges Mentoring: Erfahrene Mentoren aus Klinik und Praxis begleiten den Nachwuchs.

Die Ziele des Verbundes auf einen Blick

Der Weiterbildungsverbund verfolgt eine klare Mission für die Region:

  1. Versorgungssicherung: Kinderärzte sollen dort sein, wo sie gebraucht werden – im ländlichen Raum.
  2. Nachfolgeplanung: Unterstützung bei der Praxisübernahme oder Neugründung in Südwestsachsen.
  3. Qualität der Lehre: Eine moderne Fortbildungskultur sichert höchste medizinische Standards für unsere kleinsten Patienten.
  4. Netzwerkbildung: Eine starke Gemeinschaft aus Ärzten, die sich gegenseitig unterstützt.

Südwestsachsen: Ein attraktiver Standort für junge Ärzte

Neben der fachlichen Komponente punktet die Region mit einer hohen Lebensqualität. Der WBV arbeitet aktiv daran, Anreize für eine Niederlassung als Kinderarzt in Sachsen zu schaffen. Ziel ist es, Fachkräfte nicht nur zu gewinnen, sondern sie durch ein starkes berufliches Netzwerk und die Vorzüge der Region (Natur, Familienfreundlichkeit, niedrige Lebenshaltungskosten) dauerhaft zu binden.

Jetzt Teil des Netzwerks werden!

Sind Sie Ärztin oder Arzt in Weiterbildung und suchen eine strukturierte Ausbildung mit Herz und Perspektive? Oder führen Sie eine pädiatrische Praxis und möchten junge Talente fördern?

Der Weiterbildungsverbund „Pädiatrie Südwestsachsen“ ist ab sofort operativ tätig. Interessierte können sich direkt an die Koordinierungsstelle wenden, um mehr über die Möglichkeiten in der Region zu erfahren.

Fazit: Der Start des WBV ist ein starkes Signal für alle Eltern in Südwestsachsen: Die Zukunft der Kinder- und Jugendmedizin wird hier aktiv gestaltet!

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Karrieretag Gesundheitsregion: Ein voller Erfolg für den medizinischen Nachwuchs in Chemnitz

Die Zukunft der medizinischen Versorgung beginnt mit einer exzellenten Ausbildung und starken Netzwerken. Genau das bewies der jüngste Karrieretag in der Eventlocation „die fabrik chemnitz“, der sich zu einem lebendigen Zentrum für junge Medizintalente verwandelte. Unter dem Motto „Fokus Gesundheitsregion“ stand am 11. März 2026 der direkte fachliche Austausch im Mittelpunkt.

Egal ob es darum geht, Humanmedizin studieren in Chemnitz zu wollen oder die perfekte Stelle für Famulatur, das Praktische Jahr oder die Weiterbildung als Arzt zu finden: Der Karrieretag bot für jede Phase der medizinischen Laufbahn wertvolle Einblicke. Medizinstudierende, Ärzte in Weiterbildung und erfahrene Experten kamen hier zusammen, um die Weichen für die Zukunft der Gesundheitsregion Südwestsachsen zu stellen.

Innovationen hautnah: Spannende Vortrags-Sessions

Der Tag startete mit einem abwechslungsreichen Programm. In hochkarätigen Vorträgen präsentierten Chef- und Oberärzte der regionalen Kliniken die neuesten Entwicklungen aus Diagnostik und Therapie.

Die Teilnehmenden erhielten tiefe Einblicke in verschiedenste Fachbereiche:

  • Intensiv- und Notfallmedizin: Die Bedeutung der Sonografie und moderne Verfahren wie die ECMO bei Lungenversagen.
  • Chirurgie: Der rasante Fortschritt durch robotische Chirurgie und intraoperative Navigationssysteme.
  • Gynäkologie & Urologie: Updates zur Frauenheilkunde sowie spannende Karrierewege in der gynäkologischen Onkologie.
  • Innere Medizin & Dermatologie: Von der Evolution der kardialen Bildgebung bis hin zur Zell- und Immuntherapie.

Karrieremesse & Experten-Dialog: Netzwerken für die Weiterbildung zum Arzt

Ein besonderer Fokus der Veranstaltung lag auf dem direkten Dialog im Rahmen der Karrieremesse. Junge Medizinstudierende und angehende Fachärzte konnten hier wertvolle Kontakte zu den Krankenhäusern der Region knüpfen. Ob niedergelassene Hausärzte, Fachärzte, Vertreter von Kliniken der Region Südwestsachsen – es gab vielfältigste Möglichkeiten zum Austausch, je nach Interessensgebiet.

Besonders beliebt waren die Thementische, die intensive Gespräche in kleinen Runden ermöglichten. Diese waren übersichtlich nach Schwerpunkten gegliedert:

  • NEURO (Neurologie, Neurochirurgie, Neuroradiologie)
  • KOPF (MKG-Chirurgie, HNO, Augenheilkunde)
  • LUNGE (Pneumologie, TGE-Chirurgie, Anästhesiologie)
  • KINDER (Pädiatrie, Kinderchirurgie, Kinderpsychiatrie)
  • AMBULANTE WEITERBILDUNG (Allgemeinmedizin und Pädiatrie)

Zudem standen starke Partner wie die Sächsische Landesärztekammer, die Kassenärztliche Vereinigung (KV) Sachsen sowie Weiterbildungsverbünde der Region beratend zur Seite. Wer seine Weiterbildung zum Arzt in Sachsen plant, fand hier die perfekten Ansprechpartner für Famulaturen, das Praktische Jahr (PJ) und die Facharztausbildung.

Humanmedizin studieren Chemnitz: Der MEDiC Modellstudiengang

Wer den Arztberuf von der Pike auf in der Region lernen möchte, kam ebenfalls auf seine Kosten. Zahlreiche Interessierte nutzten die Gelegenheit, sich detailliert über den Modellstudiengang Humanmedizin MEDiC zu informieren. Dieser Studiengang ist ein wichtiger Baustein, um Fachkräfte frühzeitig an die Region zu binden.

Fazit: Das immense Interesse der zahlreichen Besucherinnen und Besucher zeigte eindrucksvoll: Die beruflichen Perspektiven für die nächste Generation von Medizinern in unserer Region sind hochattraktiv. Südwestsachsen positioniert sich damit einmal mehr als Top-Standort für Ausbildung, Studium und Karriere in der Medizin!