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Rückenstärkung - Hausärzte für Chemnitz

Nachwuchshausärzt*innen für Chemnitz

Was wir in den letzten Jahren erreicht haben

  • Erstmals: Praxisschließungen werden durch neue Hausärzt*innen überholt.
  • 2021 nur noch 1 Hausarztpraxis ohne Nachfolge geschlossen.
  • Seit 2017 mehr als 38 neue Hausärzt*innen für Chemnitz gewonnen.
  • Weitere rund 35 Nachwuchshausärzt*innen in Aus- und Weiterbildung vor Ort.
  • Anstellung und eigene Praxis liegen gleichauf.
  • Wir brauchen mehr Weiterbildungspraxen in Chemnitz.
  • Rund Dreiviertel der aktuellen Hausärzt*innen wollen bis 2030 ihre Praxen aufgeben!

Die Ergebnisse im Detail:

Laura Thieme
Laura Thieme
Entwicklung Medizinische Versorgung
I.

Wieder mehr Hausärzt*innen
in Chemnitz tätig

Es geht bergauf!

In 2021 erhöhte sich erstmals wieder die Anzahl der Hausärzt*innen auf 149,25 Vollzeitäquivalente (VÄ). In den Vorjahren seit 2017 reduzierte sich diese um 15,5 VÄ (von 158 auf 142,5).

Logisch!
Mehr Hausärzt*innen = weniger offene KV-Sitze

Ergo: Je mehr Hausärzt*innen sich in Chemnitz niederlassen, desto weniger offene KV-Sitze gibt es. Diese haben sich seit der Spitze in 2020 von 45,5 um 9 reduziert auf 36,5.

Mit 36,5 offenen KV-Sitzen für Hausärzt*innen ist Chemnitz auf Platz 1 in Sachsen – natürlich im negativen Sinne. Dies zeigt weiterhin, dass in der Stadt Chemnitz die Begleitung von hausärztlichen Niederlassungen und –nachfolgen weiterhin fokussiert werden muss. Dies gibt jedoch umso mehr Möglichkeiten, Hausärzt*innen für die Großstadt Chemnitz zu werben.

Eine vielversprechende Perspektive: MEDiC

Die folgende KVS-Karte zeigt bedeutsam, dass Uni-nahe Regionen um Dresden und Leipzig sowie Regionen im „Dreiländereck“ in Richtung Bayern und Polen/Tschechische Republik besser mit Hausärzt*innen versorgt sind. Durch den seit 2020 gestarteten Modellstudiengang Humanmedizin Chemnitz MEDiC der Med. Fakultät der TU Dresden mit dem Klinikum Chemnitz ist Potential vorhanden, dem Ärztemangel in vielen Fachbereichen in der Region Südwestsachsen entgegen zu stehen. Wir als Weiterbildungsverbund „Hausärzte für Chemnitz“ stehen seit 2019 im Austausch mit MEDiC, um dem Fachbereich Allgemeinmedizin einen Fokus im Studium mit praxisnaher Begleitung durch Mentor*innen, Praxistage etc. zu geben.
II.

Mehr Nachwuchs­hausärzt*innen als Praxis­schließungen

Seit 2017 sind mehr Hausärzt*innen in Chemnitz tätig, als Praxen ohne Nachfolge geschlossen wurden.

Mehr als 38 Hausärzt*innen wurden seit 2017 für Chemnitz gewonnen. Dem gegenüber standen bis heute 23 Praxisschließungen ohne Nachfolge.

Praxen schließen kaum noch ohne Nachfolger*in

Über die Jahre klafft das Delta deutlich auseinander. Im Jahr 2021 wurde nur noch eine Hausarztpraxis ohne Nachfolge geschlossen. Ein Grund dafür könnte die priorisierte Vergabe von KVS-Fördermitteln an Praxisübergaben anstatt -neugründungen sein.

III.

Anstellung wird bevorzugt

Kontinuierlicher Anstieg von Arzt-Anstellungen

Seit 2017 ist kontinuierlich zu beobachten, dass die Anstellung als Form der hausärztlichen Niederlassung bevorzugt in Anspruch genommen wird. Die MVZ-Anstellung hat sich vervierfacht (1,25 vs. 5,25 VÄ). Die Anstellung in freiberuflichen Praxen ist niedriger, da hierzu nicht so viele Angebote auf dem Markt vorhanden sind. Die Praxisneugründungen gehen aufgrund der Fördermittelvergabe (siehe Punkt 2) zurück.

Über die Jahre kein Favorit:
Anstellung und eigene Praxis liegen seit 2017 etwa gleich auf. MVZ-Anstellung gegenüber 2017 jedoch vervierfacht.

Über die Jahre gleicht sich jedoch das Verhältnis zwischen Anstellung und eigener Praxis annähernd aus: 46 % Anstellung vs. 54 % eigene Praxis. Häufige Gründe sind die Verweiblichung des Hausarztberufes und der generelle Aspekt der Vereinbarkeit von Karriere und Familie.

IV.

Nachwuchs­hausärzt*innen nehmen Förder­programme an

35 Nachwuchshausärzt*innen sind aktuell in Chemnitz in Aus- und Weiterbildung in den Kliniken und Arztpraxen.

Dazu zählen Ärzt*innen in Weiterbildung Allgemeinmedizin und Fördernehmer*innen der KVS-Förderprogramme „Hausarzt auf Probe“ (für Internist*innen) und „Quereinstieg Allgemeinmedizin“ (andere Fachbereiche). Von den jeweils 10 ausgewiesenen Förderstellen für ganz Sachsen entfallen jährlich und regelhaft Zusagen auf Chemnitz. Die Programme unterstützen die Aus- und Weiterbildung der Hausärzt*innen.

Der Weiterbildungsverbund Hausärzte für Chemnitz - für die gesunde Zukunft unserer Bürger*innen!

Quellen der Analyse: Weiterbildungsverbund „Hausärzte für Chemnitz“ – CWE mbH, Kassenärztliche Vereinigung Sachsen Bgst. Chemnitz, DRK Krankenhaus Chemnitz-Rabenstein, Klinikum Chemnitz, Zeisigwaldkliniken Bethanien Chemnitz